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06. April 2005

Offene Ganztagsgrundschule: "Schlag ins Gesicht der Kinder"

"Über die offene Ganztagsgrundschule müssen wir nochmal reden", so die Meinung der UWG Fraktion, nach der vorbereitenden Sitzung für den Jugend- und Schulausschuß.

Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Engelskirchen möchte die Entscheidung über die Einführung der "offenen Ganztagsgrundschule" verschieben. Dies bekräftigten die Unabhängigen mit einem Antrag, den sie für die Sitzung am Donnerstag eingereicht haben. "Gegen die Verschlechterung von Bildungsbedingungen müssen wir uns wehren. Eine knappe Haushaltslage ist noch lange kein Grund, fahrlässig über die Zukunft unserer Kinder zu entscheiden. Fakt ist, dass die offene Ganztagsgrundschule qualitativ und quantitativ schlechter ist, als das bisherige System der Hortbetreuung." warnt der UWG Fraktionsvorsitzende Markus Haake.

Außerdem seien die Landeszuschüsse für das zweite Schuljahr noch nicht sichergestellt. Im Erlaß des Ministeriums heißt es zur Finanzierung des Betreuungspersonals, das übrigens zu 2/3 vom Land bezahlt werden soll: "Ein Anspruch des Antragstellers auf Gewährung der Zuwendungen besteht nicht; die Bewilligungsbehörde entscheidet aufgrund ihres pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel."

"Wir müssen sorgfältig prüfen, ob wir diesen einschneidenden Schritt gehen wollen. Wenn am Donnerstag kurzfristig die Einführung beschlossen wird, ist dies ein Schlag ins Gesicht der Kinder, die eine vernünftige und qualitativ hochwertige Ausbildung verdient haben. Bewegen wir uns nach PISA endlich couragiert nach vorne!" so Haake weiter.