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15. April 2007
Kritik an der Klinikleitung: "Das Krankenhaus ist für unserer Gemeinde und Region unabkömmlich"
Kritik übt die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) an Hans-Josef Dumm, dem Geschäftsführer des Engelskirchener St.-Josef-Krankenhauses. "Ich mache mir ersthaft Sorgen um den Bestand des Krankenhauses. Es stellt sich die Frage, ob nach dem Abbau der Gynäkologie der Weggang von Dr. Doppstadt ein weiterer Meilenstein einer Salamitaktik ist, an deren Ende die Schließung des ganzen Krankenhauses steht.", so der Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen, Markus Haake.
"Das Krankenhaus ist für unsere Gemeinde und Region unabkömmlich. Besonders auch wegen der Nähe zur Autobahn erfüllt es eine wichtige Funktion als Unfallkrankenhaus. Auch die Bürger stehen hinter der Klinik, wie unsere Unterschriftensammlung für die Gynäkologie gezeigt hat. Damals hatten sich 5.000 Bürger für den Erhalt der Abteilung ausgesprochen. Als die Klinik Ende letzten Jahres geschlossen wurde, hat Dumm die langen Anfahrtswege zu den anderen Kliniken stillschweigend in Kauf genommen, ohne dabei an die zahlreichen Frauen zu denken. Auch hat der Geschäftsführer des katholischen Krankenhauses arrogant ignoriert, dass es zukünftig für werdende Mütter keine regionale Alternative zur Gummersbacher Abtreibungsklinik mehr geben wird, da auch die Gynäkologie in Wipperfürth mittelfristig gefährdet ist, in der ebenfalls keine Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden dürfen. Die Wahlfreiheit für Frauen wurde damit stark eingeschränkt und Dumm trägt dafür die Verantwortung.
Es wäre eine Katastrophe, wenn durch die Fehlentscheidungen der Geschäftsführung nun auch noch die Orthopädie und Unfallchirurgie ins Wanken geraten. Die Politik darf nicht stillschweigend zusehen, dass das Krankenhaus ruiniert wird. Es wird Zeit, dass auch Bürgermeister Oberbüscher seine Karnevals-Pappnase ablegt und sich um die wichtigen Dinge in der Gemeinde kümmert. Heißt: Oberbüscher muss sich für die Interessen der Bürger einsetzen und dazu zählt der Erhalt der Klinik zweifelsohne. Auch die Fraktionen von CDU und SPD müssen in dieser Frage geschlossen Farbe bekennen und nicht stillschweigend dem Untergang des Hauses zusehen. Desweiteren erwarten wir von Dumm, die Öffentlichkeit über die Standortsicherungsmaßnahmen der Klinik und die wirtschaftliche Lage des Hauses regelmäßig zu informieren. Es reicht nicht aus, wenn erklärt wird, dass die ambulante und stationäre Versorgung gewährleistet seien. Die Bürger wollen auch etwas über die Qualität dieser Leistungen erfahren und welche Konsequenzen aus dem Weggang von Dr. Doppstadt gezogen werden. Der Verlust von weiteren Experten wäre nicht verkraftbar."

